Love Good Fail – Brief Romance (Track by Track)

Am 04.03. veröffentlichte das Wiener Duo "Love Good Fail" mit "Brief Romance" ihr zweites Studioalbum. Dabei bezieht sich der Titel auch, aber keineswegs nur auf die klassische Liebesromanze. Brief Romance erzählt neben dieser (Xoxo) nämlich auch etwa von der Liebe zur Freiheit (Weekend, Plain) oder der Liebe zu sich selbst (One Light, W91).

Zugegeben: Nur weil ich selbst Musiker bin, traue ich mir gute Album-Rezensionen nicht zu. Ich kann zwar selbst Lieder schreiben etc., aber eigentlich habe ich dann doch wohl bei weitem weniger Ahnung von Musik als so manch andere. Zusätzlich wehre ich mich ein wenig dagegen, Musik zu bewerten. Aus diesem Grund wollte ich bei diesem Album etwas neues ausprobieren und bat das Duo „Love Good Fail“ um ein kleines, selbstverfasstes „Track by Track“ zu ihrem neuen Album „Brief Romance“. Für mich ein spannender Weg, das Album schrittweise mit ein wenig Hintergrundwissen zu den Nummern, zu hören.

Worum gehts bei den Songs? Was bedeuten sie euch?

1. Juno

Über „Juno“ haben wir sogar schon mal berichtet. Eine Single-Auskopplung des Albums. Laut Band ist „Juno„: Die Zusicherung, dass alles gut wird. 

2. Weekend

Es geht um Freiheit, um Selbstüberwindung, ums Rausgehen, metaphorisch aus sich, aber auch buchstäblich in die Post-Lockdown-Zeit. Let’s go out!

3. XoXo

Bei XoXo versuchen wir, dem Liebeskummer entkommen. Mit einer Romance. Es ist ja nur Spaß – aber wenn sie dann auseinander gehen, vermissen sie sich doch noch etwas.

4. Zero Big Today

„null groß heute“ – sich manchmal traurig, klein und unscheinbar zu fühlen. Also:“Zero Big Today.“ Aber „It doesn’t matter. It’s okay.“ – finde einfach einen Ort, wo du dich verstecken kannst – in deinen Gedanken oder in einem Baumhaus – alles kann eine Lösung sein – aber wie es auch ausgeht – alles ist okay! 

5. Plain

Dem Kummer Adieu sagen.
Etwas Neues, Schönes beginnt, die Aufregung ist spürbar. Gleichzeitig gibt es eine unterliegende Melancholie, denn Neuanfang bedeutet auch Abschied. Doch beide, Freude und Trauer, existieren in Plain gleichberechtigt nebeneinander: Goodbye my sorrow, goodbye my old mate. 

6. One Light

Hier geht es um eine tolle Frau, die sehr jung Mutter wird – niemand glaubt an sie – außer sie selbst – sie macht einen Schritt „outside“ „into the light“ – am Schluss ist sie Inspiration für all ihre Hater.

7. Daycall

Lead me to the time you wish to live in. In diesem Song geht es irgendwie darum, die Zeit gleichzeitig zurück und nach vorne zu drehen.  Welche Zeit ist die richtige? Gar keine, Daycall ist eine Art von Ermutigung, unsere Realität selbst zu schaffen.

8. W91

Ist ein kleines musikalisches Experiment; ein kleines cozy Stück mit ganz viel Romance 🙂

Wie entstand das Album bzw. die Songs?

Songs sind in der Corona Zeit entstanden, zu Zweit, nachdem wir immer zu Dritt waren. In einer Findungsphase also. Von Pop zu Club, in einer Art Aufbruchstimmung. In einer Reduzierung aufs Wesentliche. Die Texte sind in einer Stimmung aus Hoffnung entstanden. Also einerseits Abschied aber doch Neubeginn.

Wie kam es zum Sound?

Begonnen haben wir im Trio, jetzt waren wir plötzlich zu Zweit – also auf unser beider musikalischen Möglichkeiten beschränkt.
Auch die gemeinsame Produktion mit Patrick Pulsinger war wesentlich und diese gemeinsame Synergie, hat das Ganze so werden lassen wie es nun ist.

Was war beim Produzieren das Ziel?

„Unsere“ Musik zu finden, mit der Vision „clubbiger“ zu werden – wo Stimme und elektronische Musik zusammenspielen und sich ergänzen.
Wir wollten einfach was schaffen, was uns glücklich macht – eine kleine brief romance 🙂

Ein Gegenstand zum Album

Abschließend baten wir das Duo noch um ein Foto eines Gegenstandes, der ihrer Meinung nach ihr neues Album am besten beschreibt (inkl. Begründung).

„Ein Bild von Johannes – Gegenstand beschreibt für uns das Album gut, weil es intim, liebevoll und „hello“ sagend ist. Gleichzeitig ein bisschen melancholisch – also auch wieder eine „brief romance“ Hängt bei uns im Studio.“

Love Good Fail Brief Romance

Redaktion:
c. Freude

Foto:
Florian Beiskammer

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