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Schmusechor – Schmusen trotz Corona

Da man in der derzeitigen Situation weder in einem Chor singen, noch wild schmusen kann, bietet der Schmusechor eine Alternative. Der begnadete und schillernde Chor veröffentlichte am 15. Dezember 2020 ein brandneues Musikvideo. Als Popchor, der sich in den letzten Jahren in der heimischen Musikszene etabliert hat, ist der Schmusechor in dieser speziellen Form österreichweit der einzige seiner Art. Bei Konzerten auf verschiedensten Festivals – von Acoustic Lakeside über Poolbar Festival bis hin zum Popfest Wien und dem waves vienna – sorgte der Chor für Furore. Mittlerweile kann der Schmusechor auf eine Vielzahl an künstlerischen Kollaborationen, unter anderem mit Mira Lu Kovacs, Oehl und Efterklang, zurückblicken und ist in dieser Zeit an Stimmgewalt und souveränen Performances gewachsen.

Zum fünften Geburtstag der enthusiastischen Truppe rund um die künstlerische Leiterin und Dirigentin Verena Giesinger, hat sich der Chor entschlossen, ein besonderes Vorhaben umzusetzen. Im vergangenen Sommer nutzte der Schmusechor das Zeitfenster zwischen erstem und zweitem Lockdown, um in den akustisch reizvollen Hallen des F23 (vormals Sargfabrik) Musikvideos zu drehen. Entstanden ist eine vielschichtige, unaufdringliche und doch hochgradig mitreißende Interpretation des Songs „Heavenly Father“ von Bon Iver.

Die Verbundenheit zu Justin Vernon aka Bon Iver begleitet den Chor schon seit Längerem und ist kontinuierlich gewachsen. Der ursprüngliche Wunsch war, den Song „Heavenly Father“ gemeinsam mit Bon Iver bei seinem geplanten Konzert in der Wiener Stadthalle zu singen. Dem wurde zumindest entgegengefiebert, aber eine Pandemie durchkreuzte die kühnen Pläne. Doch der Schmusechor ist neben extravaganten Performances und aufregenden Bühnenoutfits vor allem auch dafür bekannt, sich keinesfalls von einer künstlerischen Vision abbringen zu lassen. Das weiß man spätestens seit der Darbietung von „Parole, Parole“ bei Stermann und Grissemann in Willkommen Österreich.

Die Veröffentlichung des Musikvideos am 15. Dezember 2020 war für den Schmusechor ein weiterer Meilenstein und der Zeitpunkt sehr bewusst gewählt. In Zeiten, in denen der Kunst- und Kulturbetrieb besonders hart von Einschränkungen betroffen ist, stellt die Veröffentlichung eine Hommage an bessere Tage dar. Mut zum Weitermachen lautet die Devise und richtet sich besonders an jene Personen, die selbst in der Kunstund Kulturszene tätig sind, wie auch an alle Rezipient*innen, dem Publikum, ohne welches Konzerte und Performances eine trostlose Angelegenheit wären. Der Schmusechor wird nicht stillstehen! Bleiben wir in Bewegung, bleiben wir in Kontakt! Das Musikvideo zu „Heavenly Father“ beweist es einmal mehr – ein Popchor wurde erwachsen, gefestigter und hat sich zur großartigen, mehrstimmigen Klangwolke entwickelt.

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