palffi im portrait Achterbahn magazin

palffi – Im Portrait

Es ist Lockdown. Und man verliebt sich – Stück für Stück, „one by one“. palffis neue Single erzählt vom Prozess des Verliebens in Zeiten von Social Distancing. Vom schmachten nach der nächsten Begegnung, der nächsten Berührung. Und dem zehren all dieser wenigen, kostbaren Momente, die sich anfühlen wie die schönste Droge. Bis man sich Stück für Stück immer mehr und mehr verliebt: „One by one, I’m taking the love that you give“.

Das Gespräch mit palffi fand äußerst früh für meine Verhältnisse statt, ich dachte mir, ich mache mir morgens einen Termin aus um gezwungenermaßen früher aufstehen zu müssen. Hat zwar geklappt, natürlich war ich anfangs aber etwas durch den Wind. Erstmal vergessen das Mikrofon aufzustellen, Zoom erneut herunterladen, aufs Klo gehen. Alles in 5 Minuten.

palffi trinkt einen Makava und einen Kaffee … er steht also auf aufputschende Getränke, kannte aber kein Club Mate. Seit dem ersten Lockdown versucht er seine “Koffeinsucht” unter Kontrolle zu bringen … wir kennen das doch alle, ich wünsche viel Glück dabei.

Der 23 -jährige niederösterreichische Singer-Songwriter (aus der Marktgemeinde Teesdorf mit 1.800 Einwohner*innen). Ich als kleiner Stadtjunge stellte mir natürlich flott die Frage: “Wie ist das denn so mit Musik in der Provinz?”. Wie sind die Möglichkeiten in Österreich, wenn man in einem kleinen Dorf aufwächst, musikalisch aktiv zu werden? Einigen stellt es bei dieser Frage sicherlich die Haare im Nacken auf, aber für jemanden wie mich, der sein ganzes Leben in großen Städten gelebt hat, war das tatsächlich etwas neues. Während man in der Stadt beinahe überall Zugang zu Musik und Kultur findet, ist das in Marktgemeinden wie Teesdorf dann doch etwas anderes. Es gibt zwar eine Schule, mit Musikunterricht, sonst ist man gezwungen in die nächst größere Stadt auszuweichen um dort die Musikschule besuchen zu können.

Ist es wichtig, dass dir dein Herz gebrochen wird?

palffis aktuelle Singles behandeln die Thematik der verlorenen und endenden Liebe. Man kennt es wohl, den Schmerz, wenn einem das Herz gebrochen wird und nein, es ist nie schön. Ist es aber notwendig um Songs wie diese schreiben zu können? Bzw. sind “Heartbreaks” vll sogar essentiell für die musikalische Karriere des Sängers?

Natürlich schrieb palffi schon Songs über andere Themen geschrieben, aber:

“…die für mich ehrlichsten und schönsten Songs sind einfach entstanden in Momenten, wo es mir einfach so ging nach einer Trennung bzw nachdem ich eine wichtige Person in meinem Leben verloren habe. (…) Ich finde als Musiker ist es immer wichtig, dass du deine Geschichte erzählst, aber auch Sachen erzählst in die sich andere Leute hineinführen können.”

palffi

Wie sieht so der Writing-Prozess bei palffi aus?

Seit Ewigkeiten trägt palffi nun ein kleines Notizbuch bei sich, welches er zu jeder Situation und Writing-Session auch mitnimmt. Natürlich hat man nicht täglich seine Heart-Break-Momente, daher ist es wohl nur mehr als sinnvoll, sich Hilfe in seinen Erinnerungen zu suchen um nach damaligen Emotionen zu suchen.

Anhand dieser Notizen ergeben sich schlussendlich dann die Songs, entweder alleine mit Gitarre oder in Sessions mit Personen wie Florence Arman oder Johannes Römer.

Mehr über palffi erfahrt ihr natürlich im Podcast, sowie auf seinem Instagram-Profil:

Instagram: @fakepalffi
YouTube: palffi music

Text basierend auf dem Interview vom Looping-Podcast Episode 8:
by c. Freude

Foto:
Kidizin Sane