LYLIT Achterbahn Magazin Interview Musik aus Österreich

LYLIT – Im Portrait:

Von der oberösterreichischen Sängerin bzw Komponistin konnte man schon einiges hören. Neben ihrer eigenen Musik, die schon einige internationale Erfolge verzeichnen konnte, arbeitet sie auch als Songwriterin für andere Künstlerinnen wie beispielsweise Conchita Wurst. 

Mit ihrem Lieblingsgetränk, einem roten Demeter Traubensaft, startete das Gespräch bezugnehmend auf ihre Heimat: Oberösterreich. Seit ein paar Jahren, so kommt es mir zumindest vor, kommen aus Oberösterreich die wohl faszinierendsten Acts aus Österreich: Leyya, Bilderbuch, Ina Regen, Parov Stellar und natürlich auch LYLIT. Die Sängerin geht davon aus, dass dies an einer Reformierung des Musikschulwerkes bzw das Borg in Linz zurückzuführen ist. 



Wie ist das mit dem Songwriting? Was ist das Geheimrezept für dauerhaftes Abliefern? 

So gerne ich das Unwort nicht verwenden möchte, muss es ein wenig sein … LYLIT hat vor allem während der Corona-Pandemie gemerkt, wie essentiell soziale Kontakte als Inspirationsquelle dienen. Bewusst merkte dies LYLIT, als ihr nach 2-3 Monaten Pandemie die Inspiration für neues Schaffen fehlte. Sich dessen bewusst zu werden, dauerte ebenfalls seine Zeit. 

Sie schilderte die Zeit vor Corona, als sie sich in spannenden Gesprächen fand, nach Hause ging und spürte, „dass da etwas kommt“.

Oft hörte ich von dem Phänomen, dass die Pandemie MusikerInnen helfen kann. In einigen Interviews hörte ich, wie toll nicht manche KünstlerInnen „vorangekommen“, weil sie endlich Zeit hatten, neue Songs zu schreiben. Um so mehr beruhigt es mich zu wissen, dass ich nicht der einzige bin, dem während der Pandemie genau das Gegenteil passiert. Songwriting in Zeiten von „Social Distancing“ ist meines Erachtens nach … „einfach oasch“. 

LYLIT sprach auch über die Wichtigkeit des „dauerhaften Tuns“. Man soll nicht auf die Inspiration warten, einfach die ganze Zeit etwas tun, irgendwann kommt sie dann von selbst. 

Wir lieben Musik – Auch das Business dahinter? 

LYLITs Werdegang ist wahnsinnig beeindruckend. Sie durchlebte den wohl faszinierendsten und „traumhaftesten“ Einstieg, den man sich vorstellen konnte. Nach ein paar Demo-Aufnahmen, schickte sie ihr Werk an verschiedenste Labels im In- und Ausland, unter anderem auch zu jenem des ehem. Motown Labelchefs „Kedar Massenburg“, welcher sie nach einem Jahr Verhandlung unter Vertrag nahm. Recordings in den größten Studios in New York, iTunes Charts und zack … Label pleite, „Release-Verbot“ für über 3 Jahre. 

Foto:
Severin Koller

Text: basierend auf dem Interview im “Looping“-Podcast
von c. Freude