lost killers in my mind

LOST – Killers In My Mind

Letztes Jahr durfte ich LOST kennenlernen. Der Produzent und Songwriter aus Hartberg ist kein unbeschriebenes Blatt der österreichischen Musiklandschaft. 

Vor wenigen Jahren bin ich auf seine alte Band „Tagträumer“ aufmerksam geworden, bzw. (es klingt weit böser als es gemeint ist) wurde ich dazu gezwungen sie kennenzulernen. Dauer-Rotation auf so ziemlich allen Radiosendern in Österreich haben dazu beigetragen. Mit ihrem Hit „Sinn“ stürmten sie die Charts. 

Um „Tagträumer“ ist es nun eine Zeit schon ruhig geworden, die Band nimmt sich eine Auszeit auf unbeschränkte Zeit. Einerseits schade, da sie für mich die wohl beste „Deutsch-Pop-Band“ aus Österreich waren, andererseits aber auch wahnsinnig toll, da diese „Auszeit“ dazu führte, dass Kevin sein Soloprojekt „LOST“ startete. 

Schon sein erster Release „Sympathy“ versprach schon einiges. Aktuell hat diese Single über 1 Millionen Streams. Es folgten 5 weitere Releases, jeder Song ein neuer Ohrwurm. Popmusik aus dem Bilderbuch. 



LOST orientiert sich klar an seinem Lieblingsproduzenten Lauv. Inhaltlich wie soundtechnisch, vor allem die ersten Singles könnten auch vom erfolgreichen US-Amerikaner sein.  Genau dieser Aspekt war für mich persönlich (damals!) ein kleiner Dorn im Auge, ich bin wahnsinniger Fan von eigenem Sound. Wie schwierig es ist, seinen eigenen Sound zu finden, weiß ich zu gut, auch ich bin natürlich noch nicht dort angekommen, wo ich hin möchte. 

LOST hingegen hat aber schon einen riesigen Schritt in die richtige Richtung getan. Mit seiner neuen Single „Killers in my mind“ beschreibt er nicht nur ein wichtiges und „hartes“ Thema, sondern definiert auch langsam seinen eigenen Sound. Es wirkt, dass sein Projekt bald dort angekommen ist, wo es hin soll. Und wenn der Sound einmal dort ist, steht dem internationalen Durchbruch wohl nichts mehr im Wege. Die Musik, die Melodien und vor allem die technische Affinität hinter seinen Songs, lassen eine große Karriere versprechen. 

LOST – Killers In My Mind

Im Vorfeld zu dem heutigen Release bat LOST einige bekannte Sänger*innen und Moderatoren vor die Kamera um deren Erfahrungen mit psychische Gesundheit zu teilen. Neben Künstler*innen wie PAENDA, Felicia Lou, Yasmo, Nathan Trend, LOST selbst und viele weitere, sprachen auch der Ö3 Moderator Andi Knoll über seine Erfahrungen. Unter dem #EndTheStigma wollen sie Aufmerksamkeit bzgl. mentaler Gesundheit schaffen. Eine mehr als wichtige Botschaft. 



In „Killers In My Mind“ besingt LOST seine Erfahrungen mit Angstzuständen und den aufgrund dessen passierendem Auseinanderleben mit Menschen, die man gerne hat. 

Im Musikvideo ist LOST als Protagonist auf der Suche nach seinem tatsächlichen Selbst und läuft vor den „Geistern seiner Gedanken“ davon. Für mich sein bestes Musikvideo bis dato. Wunderschöne Ästhetik, gute Idee dahinter und technisch toll umgesetzt. 


Mehr zu LOST:
Instagram: @lost_songs_official
YouTube: LOST

Fotografie:
Carina Antl 

Text:
c. Freude