Museum der Träume Achterbahn Magazin für Kunst und Kultur Österreich

Das Museum der Träume

Sehnsüchtig warten wir auf die Wiedereröffnung der Geschäfte und Cafés und die Kunstaffinen unter uns auf die Möglichkeit, wieder ins Museum gehen zu dürfen. Aber machen wir aus dem Warten das Beste, es ist keine verlorene Zeit! Schon Anfang Jänner beschäftigte sich Lara Lejolle mit dem vielfältigen Angebot der Wiener Museen, im Folgenden soll nun ein Projekt des Kunsthistorischen Museums vorgestellt werden.

Vielen mag es bereits bekannt sein, das Projekt Ganymed des Kunsthistorischen Museums. Normalerweise vor Ort zu erleben, lässt das Museum die Grenzen der Kunst verschwimmen und kreiert neue Blickpunkte auf Werke alter Meister der Kunstgeschichte. Jedes Jahr werden zu ausgewählten Werken unter einem neuen Motto Texte von renommierten SchriftstellerInnen verfasst und diese von Persönlichkeiten des Theaters vorgetragen, es wird performt, getanzt und gesungen.

Nun sieht die Lage etwas anders aus, der Museumsbesuch bleibt uns verwehrt. Ganymed jedoch nicht.

Das Museum der Träume – Der literarische Museumsguide bietet ein Pendent zum Projekt Ganymed, das diesem nur im Nicht-vor-Ort-sein nachsteht. Werke der Größen der Kunstgeschichte, unter ihnen Peter Paul Rubens, Tintoretto und Pieter Bruegel d. Ä., werden kombiniert mit literarischen Beiträgen verschiedenster Art. Die vierundzwanzig, meist nicht länger als zehnminütigen Beiträge erstrecken sich über Erzählungen und Erinnerungen bis zu philosophischen Gedanken und einem musikalischen Beitrag der Strottern. So beschäftigt sich Peter Handke mit einem niederländischen Wald, Erni Mangold trägt einen Text des Wiener Philosophen Franz Schuh zur Frage „Was ist der Mensch?“ vor und Anna Kim versetzt sich in die Lage der Medusa. – Alte Meister neu betrachtet.

Link: Museum der Träume
Text: Karoline Wagner