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Brot und Wein – Stefanie Schmidt

Viele haben momentan mehr Zeit als üblich. Sei es durch den Lockdown, Kurzarbeit oder Quarantäne. Selbst wenn man Homeoffice oder Online-Unterricht hat, spart man sich die Zeit des Schul- oder Arbeitswegs.
Man ist gezwungen daheim zu sitzen und sich mit sich selbst zu beschäftigen und fühlt sich oft gefangen in seinen eigenen vier Wänden.

Friedrich Schiller hat mal gesagt

“Die Kunst ist eine Tochter der Freiheit.”

Friedrich Schiller

Vielleicht kann man in sich selbst eine*n Künstler*in, Liedermacher*in, Schriftsteller*in oder ähnliches entdecken oder kreative Hobbys, die mit dem Lauf der Zeit an Relevanz verloren haben, wieder neues Leben einhauchen und so zu neuer Freiheit gelangen.

Für die, die sich bereits in der Kunst und Kulturbranche tummeln, tritt eher das Problem auf, dass durch den tristen, eintönigen Alltag und das “Nicht-mehr -Rauskommen”, die Ideen und vor allem die Motivation immer schwerer zu finden sind.
Da bringt es oft auch nichts mehr, das Lieblingsbuch zum fünften Mal zu lesen oder sich ein Tutorial nach dem anderen anzusehen.

Vielleicht hilft es mit Freunden, Kollegen oder Familienmitgliedern zu telefonieren und ihnen von dem “kreativen Loch” zu erzählen. Nach den Ansichten anderer zu bestimmten Themen zu Fragen, kann bspw. helfen, im Falle einer Schreibblockade weiter zu kommen.
In einer Welt, in der man immer und jeder Zeit Kontakt zu Mitmenschen aufnehmen kann, gehen uns oft die Gesprächsthemen aus, da kann man ruhig mal nachfragen was der andere denn mit der Farbe “blau” assoziiert, oder welche Themen in Liedern ihn am meisten berühren.

Und ja, in einem Kreativitätstief zu sitzen ist momentan definitiv nicht das Hauptproblem. Zudem gibt es Menschen wie z.B. Gesundheits- und Krankenpfleger*innen die eben jetzt mehr als genug Arbeit haben. Nur, was wären wir ohne Geschichten, Bilder, Lieder und Melodien?


Wenn man durch den Krankenhausflur geht entdeckt man meist recht schnell eine Leinwand in warmen Farben, vielleicht eine Fotografie eines Feldes voller Sonnen- oder Mohnblumen oder vernimmt die neusten Charts aus dem Radio im Schwesternzimmer.

“Die Kunst ist zwar nicht das Brot, wohl aber der Wein des Lebens.”

Jean Paul

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